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Rückblick auf die Jugendarbeit 2005 Teil 1

 Rückblick auf die Jugendarbeit 2005 Teil 2

  Jugendangeln am Hücker Moor 23. / 24.07.05

Bildquelle: http://www.argos-luftbild.de



Das Hücker Moor liegt im Landkreis Herford und bildet mit seinen 12 ha die größte Wasserfläche der Region. Es ist ein sehr flaches Gewässer. Die maximale Wassertiefe beträgt 1,2 m, überwiegend sind es jedoch nur 0,90 m, wie wir mit dem Echolot festellen konnten.

Früher wurde hier Torf gestochen, heute ist es jedoch nur noch Erholungs- und Naturschutzgebiet. Das Südufer gehört ganz den Vögeln. Dort tummeln sich Wildgänse, Reiher und Störche. Im Röhricht und Schilfrohr brütet der Teichrohrsänger. Das Nordufer hingegen ist den Menschen vorbehalten. Die friedliche Umgebung lädt viele Besucher zur Erholung ein.

Im Hücker Moor angelt der ASV Herford. Nach seinen Aussagen sollte es dort folgende Fische geben: Aal, Hecht, Zander, Karpfen (Schuppen-, Wild- und Spiegelkarpfen,. Schleie, Barsch, Karausche, Brasse, Rotaugen und Rotfedern. Es hiess sogar es wären schon Welse von 50 cm gefangen worden. Und es seien bestimmt größere drin.
Eigentlich sollte das Angeln am Hücker Moor eine reine Jugendveranstaltung in den Sommerferien werden. Da sich jedoch nur 4 Jugendliche angemeldet hatten und für die Hütte, in der gut 12 Personen übernachten konnten, der volle Preis bezahlt werden musste, fuhren auch noch Thomas, Achim, Uschi und Heike mit.

Thomas war an diesem Morgen als erster da. Er war schon gegen 4.30 Uhr an der Hütte.
Gegen 8 Uhr kamen Andreas und Marcus mit den beiden Jugendlichen Christian und Kevin (beide 16 J.) an. Der vierte Jungendliche musste kurzfristig absagen, da er am Abend vorher krank geworden war.
Eine dreiviertel Stunde später kamen Uschi und Achim. Sie hatten Jannik (11 J.) mitgebracht. Wenig später kam auch Heike, die die Lebensmittel mitbrachte. Nachdem alles in der Küche untergebracht war kochte Uschi uns erst einmal einen Kaffee.
Die Kids hatten inzwischen ihre Angelsachen auf dem breiten Steg aufgebaut und auch schon ihre Ruten ausgeworfen. Thomas und Achim suchten sich ein Plätzchen zwischen den Bäumen gegenüber dem „Moorstübchen“. Hier glaubten sie ihre Ruhe vor den Kids und den beiden Frauen zu haben. Außerdem stellten sie beide ihre Zelte auf, denn sie wollten in der Nacht auf Waller gehen und bloß keinen Biss verpassen. Nachdem sie gehört hatten, dass im Hücker Moor schon Welse von 165 cm gefangen worden waren, meinten beide, dass dort inzwischen wohl auch 2 Meter-Welse drin sein müssten.

Nachdem Christian und Kevin gleich zu Beginn ein paar schöne Brassen an den Haken gingen, mussten sie mehrmals aufgefordert werden, endlich zum Frühstück zu kommen. Nur widerwillig holten die drei Kids ihre Ruten aus dem Wasser. In Windeseile aßen sie ihr Brötchen und tranken ihren Kakao, um sofort wieder weiter angeln zu können.

Uschi saß etwas abseits von den Kids, kam aber nicht zur Ruhe, weil entweder Christian oder Kevin riefen: „Ich habe schon wieder einen!“ Nur Jannik war am Jammern: „Uschi, ich hatte wieder einen Fisch dran, aber er ging auch wieder ab. Das war schon der 5., den ich nicht landen konnte!“

Uschi tröstete ihn so gut sie konnte und versuchte sich wieder auf ihre beiden Posen zu konzentrieren. Sie hatte erst ein Rotauge gefangen, als sich im Setzkescher von Christian und Kevin schon 15 Fische tummelten.
Auch Thomas und Achim fingen zuerst ein paar Köderfische, die sie sich für die Nacht als Wallerköder zurücklegten.
Auf dem Teich schwammen viele Enten herum, die sich auch von den Angelschnüren nicht abschrecken ließen. Ein weißes Entenküken hatte jedoch Pech. Es verwickelte sich in der geflochtenen Schnur von Thomas seiner Rute. Thomas holte das Küken vorsichtig aus dem Wasser und befreite es erst einmal von der Schnur um seinen Hals. Dann ging er damit zu den anderen und zeigte es mit den Worten vor: „Guckt mal, was ich hier habe. Das werde ich heute Abend als Wallerköder an den Haken machen“.

Als er das entsetzte Gesicht der anderen sah, lachte er und fügte schnell hinzu: „Keine Bange, das setze ich gleich wieder rein. Für den Waller haben Achim und ich schon genügend Köderfische.“
Achim hatte den Entenfang gerade gefilmt, als er Uschi rufen hörte: „Ein Aal! Ich habe einen Aal dran!“ Sofort liefen alle zu ihr. Der Aal hatte auf 2 Maden an ihrer 1,8 m langen Spinnrute gebissen. Da sie nur eine 0,18er Hauptschnur und einen 12er Wurmhaken gewählt hatte, bangte sie jetzt um ihr Gerät. Am Ufer versuchte sich der Aal im Kraut zu verstecken, aber Uschi ließ es nicht zu. Andreas kam ihr zur Hilfe und kescherte den Aal einen Moment später. Er war 62 cm lang und hatte kein Spitzmaul, was darauf schließen ließ, dass es sich um einen kleinen Raubaal gehandelt hatte.

Da der Aal den Haken tief geschluckt hatte und die Schnur abgeschnitten werden musste, wurde er vorsichtshalber in einen Köderfischeimer gesetzt.
Uschi war über ihren Fang total sprachlos und sagte: „Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet! ‚Schon deshalb, weil ich total keine Lust zum Angeln habe.“

Achim ergänzte: „Uschi war gestern schon den ganzen Tag unausstehlich. Normalerweise ist sie diejenige, die immer angeln will, aber im Moment hat sie wieder Schmerzen im Bein und ist daher nicht gut drauf. Das wird sich jetzt aber bestimmt ändern, nach diesem schönen Fang.“
Nachdem Uschi einen Aal gefangen hatte, wollte es ihr die Kids nachmachen. Immer wieder steckten sie frische Maden auf die Haken und warfen ihre Posen aus. Gegen Mittag hatte Jannik immer noch kein Glück gehabt. Acht Fische konnte er nicht landen, dann endlich hatte er die erste Brasse im Kescher liegen und war glücklich.
Zum Mittagessen gab es Heißwürstchen, Kartoffel- und Nudelsalat und Brötchen. Wieder waren die Kids die ersten, die mit dem Essen fertig waren und sofort wieder zu ihren Ruten eilten.
Andreas und Marcus waren schon wieder nach Hause gefahren, als Meicel, unser Jugendwart, kam. Er hatte schon seit Tagen schlimme Zahnschmerzen und musste morgens erst noch einmal den Zahnarzt aufsuchen. Bevor Meicel seine Angelsachen aufbaute ging er zu den Jungs: „Na, wie läuft’s denn?“ fragte er.
„Prima!“ antworteten alle drei wie aus der Pistole geschossen.
Jannik ergänzte: „Ich hätte schon viel mehr gefangen, aber die ersten 8 Fische konnte ich nicht landen. Manchmal haben sie nicht gehakt oder aber sie gingen mir kurz vor dem Ufer wieder ab.“
Meicel schaute sich die Montagen der Kids an und gab ihnen noch ein paar Tipps wie sie es besser machen konnten. Dann begab auch er sich an seinen Angelplatz.
Gegen 20 Uhr zündete Thomas den Grill fürs Abendessen an. Während die Bratwürstchen auf dem Rost lagen unterhielten sich die Jugendlichen. „Wie lange wollen wir heute abend machen?“ fragte Christian, worauf Jannik sofort antwortete: „Ich bleibe bis 1 Uhr auf. Dann lege ich mich schlafen. Den Wecker stelle ich auf 4 Uhr.“ Kevin meinte, er würde gerne noch eine Viertelstunde länger schlafen, womit sich Jannik einverstanden erklärte.

Nach dem Abendessen ging Uschi zu den Kids und sagte: „Wer von euch morgen früh den ersten Fisch gefangen hat, darf sich eine von diesen Posen aussuchen.“ Dabei hielt sie ihnen ihre Kiste mit verschiedenen Raubfischposen hin. Das spornte die Jugendlichen natürlich besonders an. Im Weggehen hörte sie, wie Jannik sagte: „Und was ist, wenn wir alle gleichzeitig einen Fisch fangen?“ Daraufhin meinte Christian: „Es zählt der Fisch, der zuerst im Kescher liegt.“ Jannik gab sich mit der Antwort nicht zufrieden und fragte weiter: „Und wenn sie gleichzeitig im Kescher liegen?“ „Dann gewinnt der, der die meisten gefangen hat“, meinte Kevin.
Trotz der durchwachsenen Wetterprognose blieb es den ganzen Samstag trocken.
Als es dunkel wurde bissen die Rotaugen und Brassen nicht mehr so gut. Trotzdem versuchten es die drei Jugendlichen bis kurz nach Mitternacht. Dann holten sie ihre Ruten rein und gingen in die Hütte. Noch im Bett nervte Jannik die anderen beiden: „Was meint ihr, was war das wohl für ein Fisch, den ich eben nicht rausbekommen habe?“ Erst nachdem Christian ihm antwortete, das wäre jetzt egal, sie wollten endlich schlafen, war auch Jannik ruhig.
Um 4.15 Uhr klingelte sein Wecker. Leise, um Meicel, Heike und Uschi nicht aufzuwecken, schlichen sich die drei aus dem Schlafraum.
Heike, Uschi, Achim und Thomas hatten, nachdem die Sonne untergegangen war, ihre Ruten mit jeweils einer Brasse bzw. einem Rotauge am Haken ausgeworfen oder mit dem Boot ausgebracht. Alle Ruten lagen in einem elektronischen Bissanzeiger und bei allen war der Freilauf eingeschaltet.
Heike und Uschi gingen gegen 1 Uhr ins Bett, während Achim und Thomas in ihren Zelten ausharrten.
Gegen 3.30 Uhr piepste Heikes elektronischer Bissanzeiger. Als Thomas das Geräusch vernahm ging er zu ihrer Rute und sah, dass schon mehrere Meter Schnur von der Rolle gezogen waren. Er ging unters Fenster und rief nach Heike. Aber sie hörte ihn nicht. Kurzerhand ging er wieder zu ihrer Rute und schlug an. Schon beim Drillen merkte er, dass ein starker Fisch am Haken hing. Im Schein seiner Kopflampe sah er, dass sich ein Aal den Köderfisch geschnappt hatte. Nachdem der Aal zappelnd im Kescher steckte Thomas ihn in einen Eimer mit Deckel. Dann bestückte er den Haken an Heikes Rute erneut und warf sie wieder aus.
Als Uschi kurz nach 5 Uhr zu ihrem Angelplatz ging kam Thomas und erzählte ihr von Heikes Fang. Uschi ging mit ihm mit und schaute sich den Aal, der im Eimer lag, an. Er war bedeutend größer als der, den sie gefangen hatte, nämlich 77 cm lang und 850 Gramm schwer.

Anschließend ging Uschi zu den drei Jugendlichen und fragte, ob schon jemand einen Fisch gefangen hätte. Alle drei verneinten ihre Frage.
Es war schon 6 Uhr vorbei, als Heike sich aus dem Bett schälte. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand ging sie zu Thomas, der ihr von „ihrem“ Fang in der Nacht erzählte. „Ich habe dich mehrmals gerufen“, sagte er, „aber du hast mich nicht gehört. Da habe ich angeschlagen. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Aal.“ 
Heike war reichlich verlegen: „Ehm…. ich habe dich wirklich nicht gehört, sonst wäre ich ja gekommen. Aber danke, dass du den Fisch für mich rausgeholt hast.“

Schon beim Drillen merkte Achim, dass es sich um einen Aal handelte. Er hatte sich den Köderfisch schmecken lassen, was ihm zum Verhängnis wurde. Als er im Kescher lag waren auch die Kids bei Achim. Sie staunten nicht schlecht über den großen Raubaal von 67 cm. Und als sie einen weiteren im Eimer sahen wollten auch sie einen fangen. Aber zuerst versuchten sie es noch mit Weißfischen, denn jeder wollte die versprochene Pose als Belohnung erhalten. Kurze Zeit später hatte Jannik Erfolg. Er konnte eine große Brasse keschern. Freudig rief er Uschi zu: "Ich habe einen Fisch.

Jetzt darf ich mir eine Pose aussuchen." Uschi ging zu Achim und erzählte ihm von Janniks Fang. Dann gingen sie beide mit der Posenbox zu Jannik. Er wußte nicht so recht welche der vielen Raubfischposen er auswählen sollte. Nachdem er immer wieder gefragt hatte, wofür jene und welche sei, entschied er sich endlich für eine. Kaum hatte er sie in seinem Angelkoffer verstaut, fing Christian ebenfalls eine Brasse. Aber der Preis war schon vergeben.

Nun wollten die Kids keine Weißfische, sondern ebenfalls einen Aal fangen. Sofort holten alle drei ihre Ruten aus dem Wasser und montierten sie entsprechend um. Da sie am Abend vorher gesehen hatten wie Thomas und Achim ihre und auch Uschis Köderfisch mit dem Boot rausbrachten, wollten sie es ihnen gleich tun. Christian ruderte das Boot und Jannik zog die Schnur mit dem Köderfisch vom seinem Angelplatz weg. Als sie ein Stück gerudert waren fiel ihm auf, dass das Blei abgegangen war. Da er es im Boot nicht wiederfand ruderten sie erneut an die Angelstelle zurück.

Meicel bemerkte, dass der Wirbel nicht richtig geschlossen war und Jannik deshalb das Blei verloren hatte. Nachdem ein neues Blei montiert war ruderten die beiden erneut zur Mitte des Teiches, wo sie ihre Köderfische ablegten.
Nach einer guten Stunde wurden ihnen das Warten auf einen Aal zu lange. Sie holten ihre Ruten wieder rein und probierten es mit der Spinnrute, was ihnen jedoch ebenfalls keinen Erfolg brachte. Dank des vorhandenen Ruderbootes konnten die Spinner, die teilweise in den Bäumen und Büschen landeten, wieder befreit werden. Etwas frustriert über diese mislungene Übung holten sie wieder ihre Posenruten hervor, um wenigstens noch ein paar Brassen und Rotaugen zu fangen.

Am späten Vormittag wurde bei den Jugendlichen „abgerechnet“, d.h. es wurden die gefangenen Fische gezählt. Jeder von ihnen hatte 13 Stück in seinem Setzkescher, so dass es keinen eindeutigen Sieger gab. Christian und Kevin waren mit ihren Fängen zufrieden, nur Jannik meinte, dass er der eigentliche Sieger sei - wenn man seine ersten 8 Fische, die er nicht landen konnte, mitgezählt hätte!
Meicel zeigte den Junganglern anschließend noch, wie die Brassen und Rotaugen, die sie mit nach Hause nehmen wollten, fachmännisch ausgenommen wurden. Anschließend nahm er auch noch die drei Aale aus, so daß Achim, Heike und Uschi sie "küchenfertig" einpacken konnten. Dabei stellten wir fest, daß der Aal, den Achim gefangen hatte den Kopf von Thomas seinem Köderfisch im Magen hatte.

Kurz nach 13 Uhr waren alle Sachen wieder in den Autos verstaut und die Hütte aufgeräumt.
Den Jungendlichen und auch den Erwachsenen hatte es großen Spaß gemacht, so dass wir ein Angelwochenende am Hücker Moor auch im nächsten Jahr wiederholen wollen.
Besonders auch deshalb, weil es im Hücker Moor reichlich Fische gibt, was jedem Angler gefällt.

Weitere Fotos vom Jugendangeln gibt es unter Fotos 2005

Rückblick auf die Jugendarbeit 2005 Teil 2
 

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